[Rezi] Skin: Das Lied der Kendra (Das Lied der Kendra Bd. 1) von Ilka Tampke

© Penhaligon
Skin: Das Lied der Kendra von Ilka Tampke



Original Titel: Skin
Erscheinungsdatum: 25.04.2016
Seitenzahl: 480 Seiten
Serie/Band: Das Lied der Kendra Bd. 1
Preis: 19,99 € (HC) / 15,99 € (Ebook)
ISBN/ASIN: 978-3764531430
Verlag: Penhaligon
Übersetzt von: Barbara Ostrop

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Heute meine Rezi zu einem ganz besonderen Buch. Die Meinungen dazu gehen sehr auseinander, mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen denn ich hatte schon einige Bücher von denen ich dachte sie seien anders. Aber dieses Buch ist wirklich ANDERS. Warum? Lest selbst^^


Die Waise Ailia hat es in ihrem Stamm nicht leicht. Als Findelkind ist sie nach den Stammesgesetzen eine Halbgeborene ohne Haut und damit ohne ein Stammeslied. Eine große Schmach, steht die Haut doch für den Glauben des Stammes, ihre Vorfahren und ihr Heimatland.
Die Zeichen stehen schlecht in diesen Tagen, denn die Römer stehen praktisch schon vor der Tür um sich die letzten freien Völker Britanniens einzuverleiben.
Das Reich zittert, denn noch immer hat sich die Kendra, die Hüterin alles Wissens, noch nicht zu erkennen gegeben, dem Volk fehlt eine spirituelle Führung im Krieg gegen die Römer.
Die junge Ailia hat derweil ganz andere Probleme, bleibt ihr als Hautlose doch nicht nur allerlei Wissen sondern auch ihre wahre Liebe verwehrt. Was mag das Leben für sie bereithalten? 
Folgt ihr auf ihrem Weg in eine ungewisse und geheimnisvolle Zukunft.

Dieses Buch spaltet momentan die Bloggerwelt. Und ich kann das durchaus verstehen, das Buch ist nicht unbedingt leichte Kost.
Zum einen durch die Zeit in der es spielt, ca. 45 nach Chr. ist das Leben nun einmal nicht einfach.
Die Sachen werden ausgesprochen wie sie sind, die Leute sind pragmatisch und ehrlich. Da fallen schon mal Worte und gibt es Situationen die den ein oder anderen durchaus ein wenig ekeln können.
Für mich war das kein Problem weil ich es einfach den zeitlichen Begebenheiten zugeschrieben habe.
Zum anderen ist die Geschichte selbst nicht einfach zu verstehen.
Es geht viel um Stammesriten, Magie die auf Glauben basiert und Vertrauen in die Macht der Haut.
Ich habe bereits Bücher gelesen in denen diese Art von druidischer Magie eine Rolle gespielt hat, so das mir einige Dinge wie die Geas z.B. bereits bekannt waren.
Das ganze bekommt durch den besonderen Schreibstil der Autorin einen speziellen sphärischen und fast stellenweise psychedelischen Hauch der einen vollkommen in seinen Bann zieht oder komplett abschreckt.
Man muss sich auf die stellenweise verworrenen Ereignisse im Diesseits und auf der Seite der göttlichen Mütter einlassen um den Zusammenhang erkennen zu können. Oft bemerkt man erst im Nachhinein wie die Dinge zusammenhängen. Das hat für mich einen besonderen Reiz ausgemacht, das Buch hat bei mir irgendwie einen Nerv getroffen und ich konnte es beinahe nicht aus der Hand legen.
Ailia als Charakter mochte ich ganz gerne, sie ist nicht unbedingt ein einfacher Mensch, aber ich konnte ihr Verhalten recht gut verstehen -  wenn auch nicht alle ihre Handlungen. 
Ich bin ihr auf jeden Fall gerne auf ihrer Reise gefolgt die mich am Ende durch eine unerwartete Wendung doch leicht geschockt hat und mich auf einen weiteren Band hoffen lässt.
Sicherlich kein Buch für Jedermann. Das Buch hat eine ganz spezielle, teilweise ein wenig verworrene und tranceartige Magie die einen in ihren Bann zieht und einen zusammen mit Ailia in die magischen Welten der Stammesmagie und der Welt der Mütter eintauchen lässt.
Für mich ein Buch das ich so in dieser Art und Weise noch nie gelesen habe und so auch nicht erwartet hätte. Mein Überraschungs-Highlight des Jahres bisher und ich glaube nicht, dass da was den Überraschungsfaktor angeht, noch ein Buch mithalten kann.
Ich glaube man liebt es oder hasst es.






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