[Rezi] Tödliche Berührung (Goddess of Poison Bd. 1) von Melinda Salisbury

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Tödliche Berührung von Melinda Salisbury



Original Titel: The Sin Eater's Daughter
Erscheinungsdatum: 19.09.2016
Seitenzahl: 352 Seiten 
Serie/Band: Goddess of Poison
Preis: 15,99 € (Ebook) / 17,99 € (HC)
ISBN/ASIN: B01GOCCXLG
Verlag: bloomoon
Übersetzt von: A. M. Grünewald
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Heute die Rezension zu einer Neuerscheinung mit einem eher ungewöhnlichen Setting und Thema. Das Buch hatte wirklich Potential, leider wurde nicht alles so umgesetzt wie ich mir das gewünscht hätte.


Twylla ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes. Geboren mit dem Erbe die nächste Sündenesserin Lormeres zu werden, ist sie doch zu Höherem berufen. Die Götter erwählen sie zur Göttlichen Daunen, ihre Vertreterin auf Erden. Mit der Macht dem Gift des Morgenandorns zu trotzen und durch bloße Berührung mit ihrer giftigen Haut zu töten, ist sie eine wirksame Waffe die unter der Kontrolle der eisigen und grausamen Königin steht. Doch wie fühlt sich ein Leben an, in dem man von allen gemieden wird? Und was passiert, wenn plötzlich die Liebe in Form ihres neuen Beschützers in ihr Leben tritt? Hat diese Liebe eine Zukunft?

Tja, wie fange ich an...
Zunächst einmal ist die Geschichte sowohl von der Handlung als auch von den Protagonisten her sehr speziell. 
Da wäre zum einen natürlich Twylla.
Ein einsames Mädchen mit einem schrecklichen Schicksal. Dazu verdammt alles und jeden zu meiden, außer der königlichen Familie die ihrem Gift widerstehen kann.
Zunächst hadert sie sehr mit ihrem Schicksal und badet ein wenig in Selbstmitleid. Es ist ein wenig schwer ihr nahe zu kommen und sie wird erst spät ein wenig widerspenstiger und weniger naiv.
Dennoch mochte ich sie von allen Charakteren immer noch am meisten.
Dann gibt es die Königin.
Diese ist einfach ein eiskaltes und grausames Biest das alles tun würde um ihre Ziele zu erreichen und an der Macht zu bleiben.
Zusätzlich lernen wir ihren unterwürfigen Gemahl und den Anfangs sehr undurchsichtigen Prinzen, Twyllas zukünftigen Ehemann, kennen.
Und natürlich Lief, ihren Wächter.
Derjenige der sich um sie kümmert und der der einzige Lichtblick in ihrem Leben zu sein scheint.
Eine große Variation an Charakteren, von denen aber keiner so wirklich nach meinem Geschmack war.
Des weiteren ist die Geschichte ein wenig komplex, geprägt von Intrigen, Machtspielchen, Giften und auch eher unangenehmen Themen wie Inzest.
Die Geschichte hatte für mich durch dieses weite Feld an Themen durchaus ihren Reiz und konnte mich fesseln, kam allerdings sehr spät in Schwung und hatte einige Längen.
Erst als ein wenig Licht in all die Lügen und Intrigen kommt, jagt eine Überraschung die nächste und lässt die Geschichte mit einem interessanten Cliffhanger enden.
Ich bin skeptisch ob ich bei Erscheinen zum 2. Teil der Trilogie greifen soll, neugierig bin ich allerdings schon. Bei diesem Buch habe ich lange mit mir um eine Wertung gerungen, habe mich aber knapp gegen 4 Pfoten entschieden aufgrund der Längen.

"Dies war also meine Rolle, der Preis, den ich dafür zahlte, von den Göttern erwählt worden zu sein. Ich würde zur Scharfrichterin werden, zu Mörderin. Zur Waffe." (Pos. 136)
Eine ungewöhnliche Geschichte um Verrat, Intrigen, geheimnisvolle Gifte und traurige Schicksale.
Um Lügen und Legenden und grausame Machtspielchen in einem kleinen Königreich.
Die Geschichte hat durchaus Potential wenn man sich mit den Themen und Charakteren anfreunden kann. Lediglich die deutlichen Längen am Anfang des Buch trüben das Lesevergnügen.








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Kommentare:

  1. Huhu, Carina!

    Da komme ich schnell vorbeigehuscht und bleibe auch gerne als Leserin da:)
    Mir war es stellenweise auch etwas zu langatmig, Action kommt hier ja echt sehr wenig vor... Für mich hörte sich die Story wesentlich interessanter an als die tatsächliche Umsetzung. Ich werde wahrscheinlich nicht weiter lesen.

    LG, Claudia :)

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    1. Ja ich denke wir sind uns da ziemlich einig :=) ich folge dir auch direkt^^

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  2. Hallo liebe Carina,

    mir ging es so wie dir. Ich hatte das Gefühl, dass die Hälfte der Kapitel immer Rückblenden waren. Dadurch fühlte ich mich aus dem eigentlichen Geschehen herausgezogen und es nahm für mich das Tempo und die Spannung aus der Geschichte. Schade, denn die Grundthematik fand ich sehr interessant!

    Liebe Grüße
    Asuka

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    1. Ja da hast du recht. sie blickt wirklich sehr oft zurück in ihre Vergangenheit. Das hat auch ein wenig den Lesefluss gehemmt.

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