[Rezi] Im Haus der Feinde (Red Rising Trilogie Bd. 2) von Pierce Brown


© Heyne
Im Haus der Feinde von Pierce Brown

Original Titel: Golden Prince
Erscheinungsdatum: 13.06.2016
Seitenzahl: 576 Seiten
Serie/Band: Red Rising Trilogie Bd. 2
Preis: 12,99 € (Broschur) / 9,99 € (Ebook)
ISBN/ASIN: 978-3453534421
Verlag: Heyne
Übersetzt von: Bernhard Kempen
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Und weiter ging es. Nach dem ersten Band musste ich direkt Band zwei hinterher schieben. Ich war ja beim letzten Band noch ein wenig skeptisch, "Im Haus der Feinde" konnte mich aber nun vollends von der Reihe überzeugen


Darrow hat die grausamen Spielchen des Instituts überwunden und lernt nun an der Akademie die Kunst der Kriegsführung. Einige Kameraden sind ihm geblieben, andere wurden in alle Himmelsrichtungen verstreut. Doch Darrow ist nicht unfehlbar und erleidet eine Niederlage, die ihn der Gunst seines Herrn beraubt. Gedemütigt und auf dem besten Wege vogelfrei zu werden, sieht er sich der Familie Bellona ungeschützt gegenüber und muss neue Bündnisse eingehen um zu überleben. Neue Wege tun sich auf, neue Verbündete werden gewonnen und Kameraden brechen mit ihm. Ein Krieg bricht aus, Verrat wird begangen und Darrow muss durch ein Meer aus Blut waten um sein Ziel zu erreichen - die Befreiung der Roten.

Wow was für ein Buch!
Alle Dinge die mich im letzten Band gestört haben waren vergessen, als ich direkt wieder in die Geschichte eingetaucht bin. "Im Haus der Feinde" spielt knapp zwei Jahre nach den Ereignissen im
Institut - der Prolog blickt aber noch einmal ganz kurz auf die letzte Szene aus Band 1 zurück.
Damit fällt der Einstieg denke ich auch nicht schwer, wenn zwischen den Büchern einige Zeit zurück liegt.
Darrow kämpft als angesehener "Student" an der Akademie des Krieges bis er in Ungnade fällt und und nun gezwungen ist, neue und unberechenbare Bündnisse zu schließen.
Ich habe mich gefreut Charaktere aus dem ersten Band wieder zu treffen. Im Laufe des Buches sind mir auch einige der Charaktere endlich richtig ans Herz gewachsen - ganz im Gegensatz zum ersten Band. Besonders Mustang, Sevro und die Heuler haben sich in mein Herz geschlichen, diese Bande von Verrückten ist einfach für alles zu haben und retten Darrow mehr als einmal den Hintern.
Auch Darrow wurde mir in diesem Band sympathischer. Er ist nach wie vor kein typischer Held.
Er vereint dunkle und helle Seiten in sich und gibt nicht auf - zum Wohle seines Volkes.
Dabei muss er auch noch mehr ertragen als man sich vorstellen kann.
So viel Leid, so viel Trauer, so viel Hass und Tod.
Das Buch ist stellenweise sehr emotional und damit hätte ich nicht gerechnet.
Die Geschichte hat mich total mitgerissen, trotz dessen, dass dieser Band stellenweise sehr politisch wurde und einige Intrigen im Vordergrund standen. Das wechselt sich aber ab mit geradezu epischen Schlachten zu Lande und im Weltraum. Da schwirrte mir stellenweise beinahe der Kopf vor lauter Action - Fregatten, Kreuzer, Starshells und allerlei andere Kriegswaffen kommen zum Einsatz beim Kampf um den Mars.
Darrow steht irgendwann an einem Scheidepunkt und muss ich entscheiden wie er den Kampf fortführen will - nur so viel: es gibt einige Plottwists und auch die Söhne des Ares sorgen für ein paar
davon.
Und zwar gab es da Twists bei denen ich dachte: Oh mein Gott ja, so wollte ich das haben.
Und es gab gerade gegen Ende welche nach dem Motto: Das hat der Autor jetzt nicht wirklich getan oder?
Es ist ein Wechselbad der Gefühle bei dem ich doch tatsächlich in einer SciFi-Dystopie wässerige Augen bekommen habe - großes Kino.
Wie sagte in einer amerikanischen Fantasy-Community ein User einmal: Braveheart in Space.
Das trifft es auf den Punkt.
Ich bin super froh, dass alle Teile bereits erschienen sind und ich nach dem furchtbaren Cliffhanger am Ende den dritten und abschließenden Band im November weiterlesen kann.
Eine grandiose Fortsetzung über einen Krieg der Planeten und Häuser, der das Schicksal eines ganzen Volkes entscheiden könnte. Ein Buch über Freundschaft, Verrat, Liebe und Intrigen in dem man sich nie sicher sein kann wer auf welcher Seite steht und ob am nächsten Tag der vermeintliche Freund einem nicht ein Messer in den Rücken rammt. Die Geschichte eines Helden der keiner ist und auch keiner sein will - und doch ist er auf dem besten Weg die Ikone einer Generation von Menschen zu werden die er eigentlich hassen müsste.
Nicht verpassen, trotz ein paar Längen könnte diese Trilogie mein Jahreshighlight werden.


Die Red Rising Trilogie:



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