[Filmgeblubber] Logan - The Wolverine

Ich wollte diesen Film direkt sehen als ich den Trailer gesehen habe, denn ich liebe einfach alles was mit den X-Men zu tun hat. Und daher waren wir recht kurz nach Erscheinen direkt im Kino und ich muss sagen, ich weiß nicht ob ich von dem Film begeistern sein soll oder nicht. Aber mehr dazu in meiner Review^^

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In der Welt des Jahres 2029 sind Mutanten Geschichte, beinahe jedenfalls: Der gealterte Logan alias Wolverine (Hugh Jackman) ist einer der wenigen verbleibenden Menschen mit außergewöhnlichen Kräften und verbringt seine Tage an einem verlassenen Flecken Erde nahe der Grenze zu Mexiko, wo er sein Geld als Fahrer verdient und ihm nur zwei weitere Mutanten Gesellschaft leisten: Caliban (Stephen Merchant) und Charles Xavier alias Professor X (Patrick Stewart), dessen einst so brillanter und mächtiger Verstand von regelmäßigen Anfällen heimgesucht wird. Doch Logans selbstauferlegtes Exil endet eines Tages abrupt, als eine mysteriöse Frau ihn darum bittet, sich um die junge Mutantin Laura (Dafne Keen) zu kümmern und diese in Sicherheit zu bringen. Bald schon muss sich der krallenbewehrte Krieger mit dunklen Mächten und einem Bösewicht aus seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen, um Laura zu beschützen…

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Tja was soll ich zu diesem Film sagen.
War er gut? Ja, durchaus. War er emotional? Ja, auch das. Bin ich froh ihn gesehen zu haben? Da bin ich mir nicht so sicher.
Ich muss sagen, im Universum der X-Men war Wolverine schon immer mein Lieblings-Charakter und das lag natürlich auch an Hugh Jackman. Und er spielt auch in Logan seine Rolle wieder hervorragen. Dabei ist die Darstellung des Logan in diesem letzten Film, in dem Jackman diese Rolle verkörpert, so ganz anders als ich das erwartet hatte. Ich wusste zwar das dieser Film ein wenig an den Comic "Old Man Logan" angelehnt ist, war aber doch überrascht wie sehr sich alles verändert hat im Vergleich zu den vorherigen Filmen. Wie kaputt Logan nach all den viele Jahren und einigen schrecklichen Ereignissen (die zu meinem Ärger nie genau definiert wurden oder in Rückblenden gezeigt) ist, körperlich und seelisch. Er ist ein Wrack das zu viel trinkt, zu viel gesehen und erlebt hat und am Tiefpunkt angekommen ist. Ich war gleichzeitig fasziniert, abgestoßen und hatte Mitleid mit ihm, der auch noch die Betreuung eines Alzheimerpatienten organisieren muss der ihm immer nahe stand - nun aber eine Gefahr darstellt. Logan ist kein typischer X-Men-Film. Er ist melancholisch, blutig und traurig.
Die Mutanten sind beinahe ausgestorben, werden gejagt wie Vieh und mittendrin ein alternder Held, ein alter, kranker Mann und dann das Kind - Laura. Eine junge Mutantin die wunderbar gespielt wird.
Mehr wildes Tier als Mensch bzw. Mutant, aber hervorragend und bewegend umgesetzt.
Dabei kommt die Figur weitestgehend komplett ohne Sprache aus. Ich hätte nie gedacht das eine so junge Schauspielerin so viel Ausdruck in Mimik und Gestik legen kann um einen wahnsinnig interessanten Charakter zu erschaffen, ohne das den Großteil des Films Dialoge zwischen Logan und Laura stattfinden.
Was die Action und die Kämpfe angeht muss ich sagen, dass ich in diesem Film tatsächlich die emotionale Seite diesen vorziehe. Sie sind wie immer blutig, actionreich und spannend, haben aber neben den anderen Aspekten wesentlich weniger Gewicht in diesem Film.
Denn der Film war für mich ein absolutes Feuerwerk an widersprüchlichen Gefühlen.
Ich habe geweint, ich habe gelacht, ich habe gezittert und mitgefühlt.
Dennoch bin ich am Ende nicht sicher ob ich den Film gerne gesehen habe, denn er hat mein Bild der X-Men und mein Bild von Wolverine unwiderruflich verändert - und ich weiß nicht ob ich glücklich damit bin.
Auf jeden Fall ein sehenswerter Film der in keiner Sammlung fehlen darf.

Habt ihr ihn schon gesehen? Wie hat er euch gefallen?

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