[Rezi] Der Asteroid ist noch das kleinste Problem - Katie Kennedy


© Thienemann-Esslinger
Der Asteroid ist noch das kleinste Problem - Katie Kennedy

Original Titel: Learning to swear in America
Erscheinungsdatum: 21.03.2017
Seitenzahl: 368 Seiten
Preis: 14,99€ (TB) / 12,99 € (Ebook)
ISBN/ASIN: 978-3522505505
Verlag: Planet! (Thienemann-Esslinger)
Übersetzt von: Julia Gehring




Dieses kleine Büchlein hat mich gut unterhalten nachdem ich Wintersong leider abgebrochen hatte. Ich hatte zwar doch etwas Anderes erwartet, als Happen zwischendurch ist es allerdings super geeignet.


Die Welt wird untergehen...
Zumindest ist sie auf dem besten Weg dorthin seit ein Asteroid entdeckt wurde, der mit großer Geschwindigkeit genau auf sie zuhält und in wenigen Wochen frontal auftreffen wird.
Um die Katastrophe zu verhindern wird ein Team aus den klügsten Köpfen ihrer jeweiligen Fachbereiche gebildet, darunter auch der 17-jährige Yuri aus Moskau - seines Zeichens Physiker mit dem Bereich Antimaterie. Dummerweise ist er nicht nur der Jüngste unter seinen Kollegen, seine Theorien sind auch nicht unbedingt anerkannt und daher hat er es schwer sich durchzusetzen - dabei kann er die Erde retten wenn ihm nur alle zuhören würden. Und dann ist da noch Luna, das Hippie-Mädchen mit dem grünen Glitzer-Lidschatten, das ihm zeigt, wie schön das Leben außerhalb von Universität und Erdenrettung sein kann. Kann Yuri sich durchsetzen oder endet alles in einem großen Knall?

Das Buch hat mich durch seine Leichtigkeit und seine jugendlich-flapsige Art aus meiner Flaute nach "Wintersong" gezogen. Dabei mochte ich vor allem Yuri mit seiner unbeholfenen Art. Als Physikgenie war Yuris Kindheit alles andere als gewöhnlich und dadurch ist er von seiner ganzen Art her eine Mischung aus genialem Erwachsenen und einem Teenager, der unbedingt die Liebe erleben will, sich heimlich aus Hotelzimmern stielt und manchmal einfach nur amerikanische Flüche lernen möchte. Diese Kombination ist anfangs sehr lustig und machte ihn mir als Charakter sehr sympathisch, im weiteren Verlauf des Buches hätte ich mir manchmal aber etwas mehr Ernst in manchen Situationen gewünscht. Stellenweise driftete das Buch ein wenig zu sehr ins Absurde/Überspitzte ab und das hat mich manchmal ein wenig genervt. Luna als Hippie-Mädchen mit ihrer offenen und lockeren Art war mein Highlight. Sie nimmt das Leben wie es kommt und das nicht ohne dabei nicht ihr eigenes Päckchen zu tragen zu haben. Ihre positive Art hat mich doch irgendwie aus meinem eigenen Loch geholt und ich wünscht ich hätte ihre Zuversicht. Als Charakter ist sie eine echte Bereicherung die auch aus dem steifsten Physiker endlich einen lebenslustigen Teenager zaubern kann. Auch ihr Bruder hatte es mir echt angetan. Die Charaktere in der Geschichte waren für mich wirklich gut gelungen. Aber ich mochte auch die Story rund um die Rettung der Welt vor dem heranrasenden Asteroiden, die Konzepte und Ideen, die Streitereien und wie Yuri versuchen muss sich durchzusetzen. Seine Probleme was das Thema Anerkennung betrifft und welche Schwierigkeiten er dadurch durchstehen muss waren gut umgesetzt, allerdings gibt es manche etwas fragwürdigen Situationen, bei denen ich nicht so sicher bin ob ich die Handlung gutheißen kann. Alles in allem war die Geschichte auf jeden Fall unterhaltsam, die Charaktere sympathisch und die Storyline soweit lustig und kurzweilig. Das Buch ist jetzt kein Highlight am YoungAdult/Jugendbuch-Himmel, aber ich kann sie euch dennoch empfehlen wenn ihr etwas lustig-jugendliches für Zwischendurch sucht.
Ein unterhaltsamer Happen für Zwischendurch mit gut gelungenen und sympathischen jungen Charakteren. Begleitet Yuri auf seinem schwierigen Spagat zwischen Rettung der Welt (bei der er sich erst einmal gegen die "Erwachsenen" durchsetzen muss) und dem Weg und den Bedürfnissen eines nicht ganz normalen Teenagers, der einfach nur die Liebe kennenlernen will und lernen möchte wie die Amerikaner fluchen. Kein Highlight, aber ein kurzweiliges Lesevergnügen und auf jeden Fall auch für Jüngere geeignet.







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