[Abgebrochen] Roma Nova von Judith C. Vogt

Es ist fast schon ein ganzes Jahr her, dass ich zuletzt ein Buch abgebrochen hatte. Im November war es beinahe soweit gewesen, ich hatte das Buch aber doch beendet. Doch hier war es für mich einfach nicht möglich. Ihr glaubt gar nicht wie oft ich das Buch zur Seite gelegt und Tage später wieder zur Hand genommen habe. Der Plot klang so gut, die ganze Welt drumherum war interessant und ich hatte so gehofft einen Knaller a'la Red Rising zu bekommen, der ja auch so ein wenig in die Richtung geht. Aber es hat nicht geklappt. Ich habe irgendwann bemerkt, ich wie mich selbst dazu zwingen musste den Kindle in die Hand zu nehmen und habe dann jetzt beschlossen, das Buch nicht mit ins neue Jahr zu ziehen, denn ich weiß, es wird nicht besser werden. Mein Herz hängt einfach nicht an der Geschichte, aber mehr dazu gleich.

© Bastei Lübbe

Das Römische Imperium hat das All in Besitz genommen. Seine Legionen haben Planeten erobert, fremde Völker unterworfen und versklavt. Doch im Hades, einem Schwarzen Loch am Rande des Mare Nostrum, lauern dämonische Kreaturen, die nur darauf warten, Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Und auch auf dem Planeten selbst brodelt es: Der Gladiator-Sklave Spartacus will sich nicht länger seinem Schicksal ergeben und zettelt einen Aufstand an ...

Klingt cool oder? Das römische Reich im All... Der Klappentext hat mir versprochen mich in ein neues Red Rising zu entführen. Und dann ein tragischer Held gegen die finsteren Mächte des Alls. Eine super Plot Idee.


Was war das Problem?

Tja, was war jetzt mein Problem mit der Geschichte?
Ich muss gestehen der Einstieg war für mich schon verwirrend. Er beginnt mysteriös, undurchsichtig und irgendwie seltsam. Später wird das ganze zwar ein wenig aufgeklärt, aber ich hatte da schon meine Probleme beim Einstieg in die Storyline.
Man platzt eigentlich mitten in die Welt des römischen Reiches und es dauert recht lange bis man so ein wenig hinter das Leben der Römer im All und ihre Sitten und Bräuche kommt, vor allem wenn man jetzt nicht das Ass in Geschichte und dem alten Rom ist. 
Dazu gehört auch, dass sehr sehr viele lateinische Wörter für Alltagsgegenstände und Technik im Buch verwendet werden, die zwar soweit selbsterklärend waren, mich in meinem Lesefluss aber doch auch irgendwo gestört haben und deren Häufung mich einfach irgendwann nur noch genervt hat. Ständig Tabula und Co. - es ist immer noch eine SciFi Story, hätte man bei solchen Dingen nicht einfach Tablet oder Pager oder so verwenden können? Bisschen kleinkariert vielleicht, mich hat es aber einfach tierisch genervt. Auch meine Probleme hatte ich mit den "Aliens". Die waren für mich einfach nicht greifbar und in ihrer Art und ihrem Anteil an der Story einfach irgendwie schwammig - ich für meinen Teil konnte mir kein Bild zu ihnen machen.
Und zuletzt die Charaktere. Es waren interessante dabei, aber auch hier konnte ich einfach keinen Bezug aufbauen und es gab keinen Charakter der mich hätte weiterlesen lassen um seine Geschichte zu verfolgen. Vielleicht war die Erwartung zu hoch, der Zeitpunkt falsch oder was auch immer.
Zwischen mir und "Roma Nova" hat es leider nicht gefunkt und daher beende ich meine Reise durch das von Römern beherrschte All ohne eine Wertung abzugeben.
Vielleicht findet sich ja unter euch ein Fan der galaktischen Historienreise.


Konnte ich euch vielleicht dennoch neugierig machen? Könnt ihr euch ein römisches Reich im All vorstellen? Mit Schiffen die Amphitheater haben und es Sklaven und Gladiatoren gibt? Stören euch viele Fremdwörter in Büchern?
Lasst mir doch eure Meinung dazu da :=)

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