[Abgebrochen] T.I.M.E Stories - Jagd durch die Zeit von Christophe Lambert

Huhu ihr Lieben ♥ Das Jahr 2020 startete für mich tatsächlich mal wieder mit einem Abbruch. Natürlich habe ich in letzter Zeit vom Sub auch das ein oder andere Buch aussortiert, die letzte Abbruch-Rezi für ein Leseexemplar geht aber tatsächlich bis Ende 2018 zurück. T.I.M.E Stories ist mir zunächst im Buchhandel aufgefallen, weil es zusammen mit dem dazugehörigen Brettspiel beworben wurde. Von diesem Spiel gibt es ein Grundspiel und dann diverse Erweiterungen um verschiedene "Missionen" zu spielen, die ebenso wie das Buch alle mit Zeitreisen zu tun haben. Diese Tatsache und das schlichte und clean gestaltete Cover sind mir zuerst ins Auge gestochen.
Dann gab es eine Aktion des Verlages, bei der ich beschlossen habe mir das Buch näher anzusehen und ich habe große Erwartungen in die Thematik Zukunft, Zeitreisen und Geheimagenten gehegt. Warum das leider nicht so funktioniert hat und was mein Problem mit der Geschichte war, erfahrt ihr im Text...

© penhaligon



Los Angeles 2014: Die ungestüme Tess Heiden, die als Patientin in der Psychiatrie einsitzt, erhält ein verlockendes Angebot. Wenn sie sich von einer im Geheimen operierenden Agentur anheuern lässt, kommt sie frei. Doch Tess ahnt nicht, dass dieses Angebot ein riskantes One-Way-Ticket ist. Denn das Geschäft der T.I.M.E Agency ist es, durch die Zeit zu reisen, und zwar von einer Raumstation im Jahr 2469 aus. Um als Agentin tödliche Missionen überleben zu können, muss Tess die brutalsten Tests bestehen. Doch niemand ist härter, gerissener und stärker als Agentin Heiden. Dann erfährt sie, dass die T.I.M.E Agency ein Geheimnis vor ihr verbirgt, und Tess setzt alles daran, es zu lüften ...


Was war das Problem?

Zum einen hatte ich ein wenig Probleme mit der Erzählperspektive. Das Buch wird wie aus einer Art "Draufblick" oder "Vogelperspektive" erzählt und das hat mich sehr irritiert. Zunächst liest man Stellen aus der Sicht der Protagonistin, dann wiederum wird im Buch von Tess als "der jungen Frau" gesprochen. Und diese Wechsel finden Mitten im Absatz / Kapitel statt, es wird also nicht ersichtlich der Erzähler gewechselt. Dazu nutzt der Autor wie ich für mich persönlich finde eine zu gestelzte Ausdrucksweise und verliert sich in unzähligen Details die nicht zum Storyverlauf beitragen, Umgebungsbeschreibungen und Vergleichen. All diese Dinge machen das Buch recht zäh und langatmig. Es gibt auch sehr viele Fremdwörter, die auch ich mit meinem doch ich denke recht ausgeprägtem Sprachverständnis erst hätte googlen müssen. Generell kommt der Schreibstil für mich recht hölzern und nüchtern daher, vielleicht einfach nicht meine Art von Erzählweise.
Und auch Tess hat mich als Protagonistin enttäuscht. Sie war mir einfach zu trotzig und mies drauf, wenn ich es nicht besser wüste würde ich sie für eine launische 16jährige halten und das passt für mich null zur komplexen Geschichte über Zeitreisen und weltrettende Missionen.
Die Idee selbst hat wirklich Potential und in Verbindung mit dem Brettspiel sicher viele Liebhaber. Mich als reinen Leser konnte das Buch leider nicht packen und daher habe ich es nach einem guten Drittel schweren Herzens abgebrochen.

Wäre diese Art Geschichte denn vielleicht was für euch? Habt ihr schon mal ein Buch gelesen das in Verbindung mit einem Spiel steht? Egal ob Brettspiel oder Computerspiel? Und was haltet ihr von der Idee von Zeitreisen in der Zukunft und Missionen die den Verlauf der Zeit ändern könnten?



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