[Monatsrückblick + Kurzmeinungen] Der Januar 2021 ~ virtuelle Welten, goldene Flammen und ein Mörder

 

Der erste Monat des neuen Jahres ist schon wieder vorbei. Am Lockdown hat sich leider gar nichts geändert, was bei mir schon sehr auf die Stimmung drückt, aber ich fürchte das bleibt so. Wenigstens der Lesemonat kann sich sehen lassen denke ich. Für einen Wintermonat und auch noch den ersten des Jahres bin ich sehr zufrieden und habe auch ausschließlich Sub-Bücher gelesen. Daher findet ihr auf dem Blog auch keine Solo-Rezension im Januar. Aber im Februar habe ich wieder ein Rezensionsexemplar für euch. Es gibt auch dieses Jahr wieder einen Stapel an Sub-Büchern die mein Mann ausgesucht hat (und den Rest der alten Auswahl) und ich versuche mich an #12für21 wo es eine Auswahl an 12 Büchern für das Jahr gibt. Da habe ich sogar schon was geschafft. Lasst euch überraschen...


Gelesen habe ich im Januar 5 Bücher, alle stammen vom Sub. Zwei davon sind aus der Auswahl meines Mannes und jetzt ist nur noch eines der alten Auswahl übrig 💪
Eines davon stammt schon von der neuen Auswahl und 4 sind von der 12für21 Liste!
Insgesamt waren es 2.075 Seiten ♥  (67 Seiten pro Tag)
Los geht es in der Reihenfolge in der ich sie gelesen habe.



© cbt
"Das Erwachen" ist der erste Teil einer Dilogie und war aus der Auswahl 2020 mit dem #dilogie.
Es stand auch auf der #12für21 Liste damit es auch vom Sub kommt. Die Geschichte startet an einer Akademie an der Zoe zum Kapitän einer ganz besonderen Mission ausgebildet werden soll. Zusammen mit ihrem Freund Jonah nimmt sie an Trainings teil und lebt ein scheinbar perfektes Leben, bis sie plötzlich ohnmächtig wird und in einer ganz anderen Umgebung wieder aufwacht. Ihr wird gesagt, dass sie die letzten Jahre im Koma in einem Krankenhaus in Berlin verbracht hat - in einer Realität in der Wasser knapp ist, es jede Menge Flüchtlinge gibt und auch sonst einige Probleme herrschen.
Was ist geschehen? Was ist tatsächlich ihre Realität? Und was ist mit Jonah? Zusammen mit Kip, dessen Bruder ähnliches erlebt zu haben scheint wie Zoe, macht sie sich auf den Weg die Wahrheit zu finden. Die Frage ist: ist die Wahrheit besser als ein Traum?
Für mich ein spannender Auftakt mit einer interessanten Idee rund um das Thema Neurowissenschaften. Ich mochte sowohl die Szenerie rund um die Akademie und die Mission als auch das erschreckend realistische Bild des dystopischen Berlins. Die Charaktere waren sympathisch und nicht übertriebene Helden wie so oft, sondern müssen sich ihren Problemen stellen und sich anpassen. Es blieb die ganze Story über spannend und es gab interessante Plottwists und Entdeckungen und das Ende war natürlich ein Cliffhanger. Kann ich auf jeden Fall empfehlen.




© Piper
Weiter ging es mit einem weiteren Buch der Auswahl und der #12für21, bei dem ich sehr skeptisch war nachdem ich mir die Rezensionen dazu angesehen hatte. Diese waren nämlich alles andere als positiv. Ich für meinen Teil kann nach dem Buch sagen: kann ich nicht verstehen, ich würde sehr gerne weiterlesen. In "Der Hof der Wunder" folgen wir Nina, die als Angehörige der Gilde der Diebe versucht im Paris des 19. Jahrhunderts zu überleben. Die Revolution ist gescheitert, die Bürger leiden und verschiedene Gilden haben die Stadt unter sich aufgeteilt. Nina bringt Unruhe in den brüchigen Frieden, denn sie ist versessen darauf ihre Schwester aus den Fängen des Oberhauptes der Menschenhändler zu befreien und schließt dafür nicht nur gefährliche Bündnisse, sie muss sich auch mit dem Hof und Revolutionären auseinander setzten. Ein Wettlauf gegen die Zeit und ein blutiger Krieg um die Macht beginnen. 
Mir haben die ganze Atmosphäre und das historische Szenario unheimlich gut gefallen. Es war düster und gruselig und einfach toll abends mit einer Tasse Tee. Die Gilden waren faszinierend und jede für sich sehr spannend, sowohl ihre Mitglieder und Aufgaben als auch ihre Oberhäupter und die Beziehungen untereinander. Generell mochte ich die Charaktere in diesem Buch und fand ihre Geschichten und Beweggründe faszinierend. Nina war eine tolle und mutige Protagonistin, die durchaus einen Sinneswandel und eine Entwicklung durchmacht und die ich sehr gerne begleitet habe. Das Buch beinhaltet wenig bis keine Fantasy, was vielleicht ein paar der negativen Rezensionen verursacht hat, mich hat es aber gar nicht gestört. Das Buch wurde mittlerweile neu aufgelegt und ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung.





© cbt
Als drittes Buch war dann der abschließende Band der Dilogie rund um Zoe an der Reihe.
Zum Inhalt werde ich dieses Mal nicht viel sagen um Spoiler zu vermeiden. Nur so viel: es sieht so aus, als ob Zoe die geplante Mission ausführen muss ob sie will oder nicht. Jonah und Kip treffen aufeinander und alle müssen erfahren, dass nichts so ist wie es scheint und so einiges schief gehen kann. Zoe muss sich entscheiden welche Art von Anführerin sie sein will und was sie mit dem Wissen aus Berlin anfangen soll, dass sie ihren Kameraden voraus hat. Ein Buch der #12für21.
Der Abschluss hat mir sogar noch ein bisschen besser gefallen als der erste Teil. Es bleibt super spannend, strotzt nur so vor Plottwists und bleibt trotz der angedeuteten Dreiecksgeschichte erstaunlich dramafrei. Auch das neue Szenario auf der Mission hat mir sehr gut gefallen und mochte es noch mehr als Berlin (ich cringe ja immer bei Handlungsorten in Deutschland). Das Finale hatte es in sich und ich fand die Geschichte gut gelöst mit einem befriedigenden Ende. Eine Dilogie die ich euch ans Herz legen kann.

+ 1/2 Stern für das Missionszenario und die "Endlösung"




© Carlsen
Als vorletztes Buch im Januar kam ein weiteres Buch der
#12für21 vom Sub -  und das Buch ist schon eine echte Sub-Leiche (genauer gesagt, die ganze Reihe 🙀). Da auf Netflix ja im April die Serie starten soll die auf Grischa und den Krähen basiert, habe ich jetzt endlich dazu gegriffen und mir vorgenommen zumindest Grischa vorher zu lesen. Ich hab übrigens tatsächlich alle Hardcover hier.
Die junge Alina arbeitet als Kartografin in der Armee des Zaren und ist nicht unbedingt eine herausstechende Persönlichkeit. Sie ist völlig zufrieden damit, in der Nähe ihres Kindheitsfreundes Malyen zu bleiben und hat furchtbare Angst davor, zusammen mit der Armee die gefürchtete "Schattenflur" zu durchqueren. Doch dann schafft sie es auf unerklärliche Weise ihren Freund auf der Flur vor den gefürchteten Volkra zu beschützen und wird plötzlich nicht nur für die Gemeinschaft der magischen Grischa, sondern auch für ihren Anführer "den Dunklen" sehr interessant. Sie soll nun ausgebildet werden, merkt aber irgendwann, dass nicht alles Gold ist was glänzt...
Ich muss gestehen, der erste Band konnte mich noch nicht ganz so überzeugen und der Hype erschließt sich mir nach dem Auftakt noch nicht unbedingt. Ich mochte die russisch angehauchte Welt und die Geschichte rund um den Zaren und die magischen Grischa, allerdings hatte ich mir gerade was die Kräfte der Grischa angeht einfach ein wenig mehr Innovation erhofft. Ich fand es jetzt nicht übermäßig spannend, die Charaktere waren soweit okay, wenn auch Alina ein wenig naiv. Der Dunkle hatte was für sich und auch ihr Freund, da geht sicher noch was. Das Ende lässt noch Raum für mehr und ich erhoffe mir durchaus noch etwas mehr von den Folgebänden. Die Geschichte ist ja schon etwas älter, aber ich bin doch ein klein wenig enttäuscht. Kann ja noch werden.

+ 1/2 Stern weil ich das russische Flair wirklich sehr mochte




© Goldmann
Abgeschlossen habe ich den Monat mit dem ersten Buch der neuen Auswahl und dem #thriller.
Das Buch habe ich mir mal bei Tauschticket besorgt, weil ich schon viel Gutes über die Reihe gehört habe und ich auch immer gerne eine kleine Auswahl aus dem Genre zu Hause habe.
Die Münchner Kommissarin Sabine Nemez bekommt es in "Todesfrist" mit einem Killer zu tun, der seine Taten vorher ankündigt und immer 48 Stunden Zeit lässt um ein Rätsel zu lösen, bevor er seine Opfer recht kreativ umbringt. Da auch Sabines Familie verwickelt ist, versucht sie alles in ihrer Macht stehende um den Täter dingfest zu machen. Doch sein Wirkungskreis beschränkt sich nicht nur auf München und Sabine muss sich mit ihrem skurrilen und eigenwilligen "Kollegen" S. Sneijder zusammenraufen um das Muster hinter den Taten zu erkennen. 
Die Geschichte hat mich ziemlich gut bei der Stange gehalten. Ich wollte schon gerne wissen was hinter dem Mörder steckt und was das Motiv bei der Sache war. Auch das Ermittlerduo hat mir gut gefallen, ich mag es wenn da "verrückte" Persönlichkeiten dabei sind. Was nicht so meins war, war wie immer das deutsche Szenario, aber damit muss ich leben. Generell fand ich die Wortwahl im Buch ab und an ein wenig "altmodisch" und trocken, da hätte ich mir mehr Pepp erhofft. 
Ein guter Thriller, mehr aber auch nicht für mich. Ein Buch der Reihe habe ich noch im Regal, allerdings nicht den 2. Band. Mal sehen ob ich weiterlesen werde.




Das war der Januar. Ich bin zufrieden. Genauso viele Bücher wie im Dezember bei mehr Seiten und direkt 5 runter vom Sub. Endlich sogar mal wieder über 2.000 Seiten und so gesehen kein direkter Flop dabei. Wie war denn euer Auftaktmonat?

6 Kommentare:

  1. Huhu :),

    da hattest du ja ein paar verlockende Bücher beim Wickeln. Grisha soll wohl mit dem 2. Band besser werden. Da kommen wohl noch einige Wendungen, zumindest laut einer Freudin. ^^ Ich habe bsiher auch nur Band 1 gelesen, will es aber noch bis zum Serienstart schaffen die Reihe zu beenden. :) Ich mag es ja, die Buchvorlage zu kennen. Mit ein Grund warum ich noch immer nicht GoT angefangen habe XD
    HOME lacht mich dagegen sehr an. Hatte es noch nicht auf dem Schirm, aber es klingt als könnte es genau meins sein. ♥

    Tintengrüße von der Ruby

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    1. Ich hoffe sehr das es besser wird, ich möchte gerne wissen warum die Reihe so gefeiert wird. Der 2. Band ist für den Februar schon geplant :=) Ich lese auch immer gerne die Bücher zuerst.
      Home war wirklich gut gemacht muss ich sagen, jetzt nicht das überragende Highlight aber sehr unterhaltsam und spannend.

      LG

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  2. Hi Carina!

    Also den "Hype" um Grischa verstehe ich auch nicht ganz, allerdings hat der für mich erst begonnen, als Das Lied der Krähen rauskam. Vorher hab ich tatsächlich wenig darüber gehört, wobei ich sie schon gelesen hatte (die Trilogie) Vom Hocker gerissen hat sie mich nicht, aber ich mochte sie sehr gerne, vor allem das Setting.
    Sehr genial fand ich dann "Das Lied der Krähen", das war sogar ein Jahreshighlight und ich mag auch die Folgebände dazu. Gespannt bin ich natürlich total auf die Serie, da freu ich mich sehr drauf!

    Die "Todesreihe" von Gruber hab ich ja auch kürzlich begonnen. Ich mag sie :D Hätte aber gerne mehr von Snejder, der mir irgendwie immer ein bisschen zu kurz kommt. Einen Band hab ich jetzt noch vor mir, bis dann im Herbst der neue rauskommt!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ja das Setting ist richtig cool :D mein Mann stammt aus der Ecke und daher habe ich auch einen Bezug dazu. Mal sehen wie es weitergeht und auf die Krähen bin ich auch sehr gespannt.
      Ja Snejder hat was, ich mag die ungewöhnlichen Charaktere in Büchern gerne. Mal sehen ob ich da weiterlese.

      LG

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  3. Ahoi Carina,

    Grischa wird noch besser, gib nicht auf :) Und die Krähen sind wirklich legendär gut :D
    Highlight meines Lesemonats war "Die Romanfabrik von Paris", das mich nach einem eher mauen Start richtig begeistern konnte :)

    Liebe Grüße
    Ronja von oceanloveR

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    1. Okay dann halte ich mich wacker xD Von der Romanfabrik kenne ich bisher tatsächlich nur das Cover, klingt aber nicht schlecht.

      LG

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